Windows 10 und WSUS – Server 2012: Produkte und Klassifizierungen

Heute gibts ausnahmsweise mal wieder ein Windowsthema.

Wir befinden uns auf dem WSUS – Server 2012 und wollen die Produktkategorien für Windows 10 wählen, für die der Server die Updates von MS holen soll.

Gar kein Problem! Mal „schnell“ durchgeklickt und schon kann man sich wieder den wichtigen Dingen des Adminlebens widmen.

Wenn man sich dann allerdings folgendes anschaut…

und vielleicht noch dazu nicht permanent mit der Thematik der verschiedenen Zweige Releases und Releasevarianten beschäftigt ist, hat man womöglich ein Problem damit, die relevanten Windows 10 Einträge auszuwählen.

Es gibt einige Beiträge zu diesem Thema:

Es scheint jedenfalls so zu sein, dass sehr viele Admins nicht zu hundert Prozent sicher sind, welche Häkchen hier die richtigen sind.

Die Informationen aus den Artikeln, ergeben für mich folgendes Bild:

  • Windows 10 and later drivers: Treiber für alle Windows 10 Versionen, die jedoch nur im normalen laufenden Betrieb installiert werden. Nicht aber, im Zuge eines Inplace Upgrades.
  • Windows 10 and later Upgrade & Servicing drivers: Treiber die auch im Zuge eines Dynamic Updates zum  Einsatz kommen. (Von einem Win 10 Build zum nächsten). Wird im Zuge eines Inplace Upgrades benötigt. Beinhaltet auch Treiber, die für spätere Win 10 Versionen gedacht sind!
  • Windows 10 Anniversary Update and later Servicing Drivers: Treiber die nur für die Version 1607 gelten. Es werden keine Treiber für spätere Upgrades vorgehalten. Die Treiberwartung für die aktuelle Windowsversion (1607) ist aber inkludiert.
  • Windows 10 Anniversary Update and Later Upgrade & Servicing Drivers: Treiber die auch im Zuge eines Dynamic Updates zum  Einsatz kommen. (Von Build 1607 zum nächsten). Wird im Zuge eines Inplace Upgrades benötigt. Es werden auch Treiber für spätere Upgrades vorgehalten.
  • Windows 10 Anniversary Update Server and Later Servicing Drivers: Betrifft Server 2016
  • Windows 10 Dynamic Update: Beinhaltet Updates, die im Zuge eines Inplace-Upgrades (von einer Win 10 Version zur nächsten) benötigt werden könnten.
  • Windows 10 Feature On Demand: Korrespondiert mit den Programmen / Features, die unter Windows 10 nachinstalliert werden können, wobei die Installationsfiles in dem Fall vom WSUS-Server geholt werden. (wenn angehakt)
  • Windows 10 GDR-DU LP: Sprachpaket, welches bei einem dynamischen Update (Inplace Upgrade) Verwendung findet und nur für das General Distribution Release gilt.
  • Windows 10 GDR-DU: Updates die nur verwendet werden, wenn ein dynamisches Update eines GDR Version durchgeführt wird.
  • Windows 10 Language Interface Packs: Für mich unklar, ob notwendig?
  • Windows 10 Language Packs: Für mich unklar, ob notwendig?
  • Windows 10 LTSB: Gilt nur, wenn Long Term Servicing Branch eingesetzt wird. Also ab Windows 10 Enterprise!

Verwirrung…?!

Vielleicht geht es ja nur mir so, aber ich finde das alles sehr kompliziert.

Der WSUS ist meiner Meinung nach ein hochwichtiges Instrument, um Windows Clients im Unternehmensnetzwerk aktuell halten zu können. Deshalb sehe ich es als essentiell an, dass es hier klar zu erkennende Strukturen gibt.

Ach wäre da doch nur eine wenig mehr „apt-get Infrastruktur“ dahinter…

Fazit (und das ist nur MEINE Meinung)

Mit der LTSB-Branch hat man als Firma einfach mehr Freude, muss aber natürlich auch tiefer in die Tasche greifen – Stichwort: Windows 10 Enterprise + Volumenlizenzvertrag.

Die Pro-Version und niedriger scheint zur Spielwiese degradiert zu werden.

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, dass die PRO Version bald nicht mehr mit „Firmeneinsatz“ in Verbindung gebracht werden wird.

Zeit für „Linux@Desktop!“ 😛

 

 

 

Kostenloses Windows 10 Upgrade im Unternehmen

Gerade in Klein- und Mittelbetrieben hat man oft noch SB/OEM Lizenzen von Windows im Einsatz und kann nicht auf Volumenlizenzen mit Software Assurance zurückgreifen.

Macht es in diesem Zusammenhang Sinn, auf das bis Ende Juli 2016 kostenlose Windows 10 zu aktualisieren?

Der erste Impuls ist vermutlich „kostenlos“ – ja klar, warum nicht. Man spart dem Unternehmen Geld. (Natürlich nur, wenn die installierte Software auch unter Windows 10 läuft).

Hardwaretausch

Was man allerdings unbedingt im Hinterkopf behalten sollte ist, dass offenbar noch immer nicht geklärt ist was passiert, wenn man Windows 10 (per kostenlosem Upgrade) installiert hat und die Hardware tauscht.

Es ist nicht klar, ob Windows 10 in einem solchen Szenario auf der neuen Hardware überhaupt aktiviert werden kann!

Laut Gabe Aul (Tweet) wird man versuchen kulant vorzugehen.

Es gibt jedoch KEINE definitive Ausage darüber. Selbst ein Anruf bei der MS-Hotline hat mich nicht weiter gebracht:

…diese Information haben wir noch nicht. Die Leute, die das entscheiden, sind nicht per Telefon erreichbar… es wird gehofft, dass MS hier einen gangbaren Weg findet…

Nachgefragt bei einem großen österreichischen IT-Anbieter, der auch auf Lizenzierung spezialisiert ist:

…wird die Hardware getauscht, erlischt die Lizenz. Windows 10 muss gekauft werden.

Nach dem kostenlosen Upgrade auf Windows 10 wird ein generischer Productkey erstellt.

Dieser Key kann NICHT zur Neuinstallation verwendet werden.

Die Aktivierung von Windows 10 erfolgt mittels Hashwert, basierend auf der aktuell eingesetzten Hardware.

Tauscht man die Hardware (den ganzen PC, oder z.B.: das Mainboard), ist diese Aktivierung nicht mehr gültig. Windows 10 kann somit nicht mehr aktiviert werden.

Im Internet kursieren teilweise Berichte darüber, dass eine erneute Aktivierung per Hotline ab und zu möglich ist. (Je nachdem, ob man einen kulanten Hotline-Mitarbeiter erwischt).

Für mich ist das aber eher wie russisches Roulette…

Aus dem durchwegs nachvollziehbaren Gedankengang (s)einem Unternehmen durch das kostenlose Upgrade Geld zu sparen, könnte also nichts werden.

Was bringt es kostenlos zu aktualisieren, nur um dann bei späterem Austausch der Hardware festzustellen, dass man Windows 10 nicht installieren kann und eine neue Lizenz erwerben muss? Viel Arbeit, wenig Sinn…

Fazit

Wer in den Genuß des kostenlosen Upgrades kommen will, muss bis spätestens 29. Juli 2016 auf Windows 10 upgraden. Tauscht man allerdings die Hardware aus und muss Windows 10 neu installieren, ist nicht sichergestellt, dass eine erneute Aktivierung möglich ist.

Im worst-case muss man sich eine Windows 10 Lizenz kaufen.

Verschärfend kommt hinzu, dass MS unter Windows 7 und 8.1 die neuen Prozessorgenerationen (z.B. Skylake) ab Juli 2017 nicht mehr supported.

Man ist unter Zugzwang, sofern nicht auf alternative Betriebssysteme umsteigen kann.

 

Windows 10 Preview, News und Installation

Microsoft wird demnächst Windows 10 freigeben. Genau genommen am 29. Juli 2015. Obwohl ich schon länger beim „Windows Insider Programm“ angemeldet bin, habe ich erst jetzt der Neugierde nachgegeben. Einerseits könnte ich „10“ auch in die VM bannen, andererseits -dachte ich- führt mein relativ junges Asusnotebook ein ruhiges Leben. Zu ruhig!

Nach dem Erstellen eines Festplattenimages (vielleicht will ich ja wieder zurück auf das installierte Windows 8.1) und dem Brennen des Windows 10 ISO auf eine DVD, geht es auch schon los.

Zuerst mal von 0 weg

Windows 10 kann als Upgrade für bestehende 7er und 8er Versionen verwenden werden, es kann aber auch eine Neuinstallation durchgeführt werden. Erwähnte Neuinstallation interessiert mich nun beim ersten Anlauf. Welche Treiber „holt“ sich Windows 10 automatisch? Wie sieht es mit der Treiberunterstützung meines ASUS X555L aus?

Die Installation verläuft gewohnt unspektakulär. Möglichst wenig Benutzerinteraktion, gepaart mit sehr geringem Zeitaufwand. Nach wenigen Minuten begrüßt mich der Desktop mit dem „neuen“ Startmenü. Das Menü selbst ist eine Kombination des Windows 7 + Windows 8 Stils (klassisch + Kacheln). Gefällt mir ganz gut.

Schade nur, dass MS diesen Schritt nicht schon bei Windows 8 vollzogen hat. Bereits damals wäre für mich der einzig logische Schritt gewesen, dem Anwender die Wahl zwischen „Classic“ und „New UI“ zu geben bzw. -je nach Endgerät- eine Tabletversion / eine Desktop-PC-Version zur Verfügung zu stellen. Aber gut, dem war nicht so…

Out of the box Treibersupport

Wie es scheint, habe ich nach der Installation jedenfalls eine WLAN Verbindung, die zur Verfügung steht und auch Soundausgabe. Ein Verbindungsversuch mit dem WLAN Router verläuft erfolgreich. Der Blick in den Gerätemanager ist dann doch etwas ernüchternd. Bis auf das WLAN + Sound wurde nichts Essentielles erkannt. Gut, bislang stand ja auch keine Internetverbindung zur Verfügung.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich lasse per Gerätemanager über das Internet nach Treibersoftware suchen. Fündig wird das System nur bei der Nvidiagrafikkarte. Damit bin ich nun zwar „im Bilde“, dennoch schlage ich den konventionellen Weg ein und hole mir von der Asusseite die -für das Notebook aktuellsten- Windows 8.1 Treiber…

Beginnen wir doch mit dem Chipsetdriverpaket… Zack… Bluescreen…

…hm… naja 1x probier ichs noch … Bluescreen…

Ein Blick auf die Uhr 00:35 lässt mich die Segel streichen.

Ich bin mir relativ sicher, dass ich – hätte ich mehr Zeit in die Neuinstallation gesteckt – ein läuffähiges (komplett installiertes System) erhalten hätte. Dennoch möchte ich mich im Folgenden dem Upgrade widmen.

Versuchen wirs mit dem Upgrade von Windows 8.1

Dank meines Imagingtools kann ich die Originalinstallation (Windows 8.1) innerhalb von relativ kurzer Zeit wiederherstellen. Direkt aus Windows 8.1 heraus, starte ich anschließend das Setup.exe von der Windows 10 DVD. (Upgrade unter Beibehaltung aller Daten).

Wie auch bei der Neuinstallation, macht das System fast alles im Alleingang. Der Upgradevorgang dauert (logisch) um etliches länger wie die Neuinstallation.

10

 Ich kann an dieser Stelle eigentlich gar nichts Spektakuläres berichten. Die Festplatte rattert, die Prozentanzeige nähert sich irgendwann dann doch der 100% Marke… Am Schluss habe ich ein Asus X555L komplett fertig installiert, wobei alle Treiber von der 8.1 Installation übernommen wurden.

Interessant finde ich ausserdem, dass es wohl eine Art „rolling release“ (Windows Insider) und eine „stable“ Version geben wird…

Kommt mir ja von Debianseite her sehr bekannt vor (testing/stable). 🙂

Virtualisierung und Backuplösungen

Ich beschäftige mich in den letzten Wochen verstärkt mit Virtualisierung. Aufgrund von entsprechenden Anforderungen liegt „Hyper-V von Windows Server 2012“ im Zentrum meines Interesses.

Der neue „Hyper-V“ bringt einige sehr interessante neue Features mit und kann -meiner Meinung nach- durchaus mit anderen Virtualisierungslösungen mithalten.

Kommt man nun aber zum Thema: „Wie sichere ich eigentlich am Besten meine virtuellen Maschinen?“ – gibt es ad hoc normalerweise keine Antwort, sofern man nicht permanent mit dem Thema Virtualisierung zutun hat.

Mein erster Gedanke war die Windows Server Sicherung (unter Server 2003 und früher eventuell noch als NTBackup bekannt), welche bei Windows Server 2012 und auch Windows Server 2008  mit an Bord ist  (sie muss nur über den Assistenten zum Hinzufügen von Rollen  und Features hinzugefügt werden).

Bei beiden Serverversionen kann man damit virtuelle Maschinen sichern. Bei Windows Server 2008 musste man allerdings einige manuelle Handgriffe durchführen, damit die Sicherung auch wirklich funktioniert.

Bei Server 2012 ist das nicht mehr der Fall! Die Möglichkeit Hyper-V Gäste zu sichern, ist bereits inkludiert.

WindowsBackup

Schöne Sache, muss ich sagen! Hat man also nicht nur Hyper-V gleich mit an Board von Server 2012, sondern auch gleich ein Backup für die „virtuellen Kisten“. (Ich habe diese Backupvariante noch nicht getestet).

Dann kam „Veeam Replication & Backup“

Durch ein Gespräch in einem Forum wurde ich schließlich auf Veeam Replication & Backup hingewiesen. Laut Meinung vieler User das Nonplusultra in Sachen „Sicherung von VM“ + im Verhältnis zum Leistungsumfang dieses Produktes verhältnismäßig „günstig“.

Um mich nun selbst davon zu überzeugen, habe ich mich auf der Veeam-Page registriert, um mir die 30-Tage Testversion (die übrigens der Enterprise-Variante entspricht) herunterzuladen. Vorweg muss ich sagen, dass man gut daran tut, wenn man das Backup  and Evaluationguide, das in der Registrierungsemail enthalten ist, liest. (Auch wenn es mich anfangs etwas verwirrt hat, da ich kaum Berührungspunkte mit einer derartigen Software hatte).

Im Nachhinein muss ich sagen, dass dieser Guide sehr gut aufgebaut ist und durch die enthaltenen „Übungen“ sehr schnell klar wird, wie Veeam arbeitet.

Kurz zusammengefasst:

  • Veaam R&B z.B. auf dem Hyper-V Host installieren
  • das Programm starten
  • einen Hyper-V Server hinzufügen
  • einen Backup Proxy hinzufügen (kann auch der Hyper-V Host sein, könnte aber je nach Auslastung des Hosts und dessen Leistungsfähigkeit die Maschine „umbiegen“, sofern auch noch die VM unter Last laufen)
  • ein Backup-Repository hinzufügen (ich habe zb. auf eine per ISCSI eingebundene Synology Disk Station gesichert)
  • Backup Job definieren
  • und Backup Job starten

Bei der Definition des Backup Jobs gibt es natürlich -je nach Typ der VM- ein paar Optionen die es zu aktivieren bzw. nicht zu aktivieren gilt. (Alles wird aber exakt im Guide erklärt!).

Backup im Raketentempo, bei geringer Datenträgerbelegung und ohne dass die VM heruntergefahren werden muss

Die Backupläufe sind durch die Komprimierung und Datendeduplizierung in einem Affenzahn erledigt (im Verhältnis zur Größe der VM).

Die Sicherung einer virtuellen Testinstallation von Windows Server 2012 (Datenträger bei laufendem Betrieb des Gastes: 10GB belegt) belegte als „Backupfile“ schließlich nur 3,9GB!

Als zweiter Testkandidat wurde Debian Wheezy in Hyper-V installiert und danach mittles Veeam gesichert. (Einige Optionen müssen hier vor dem Start des Backups (bei der Definition des Jobs) beachtet werden. Unter Storage -> auf Advanced Klicken -> Reiter Hyper-V -> Guestquiescene beide Haken setzen.

Restore

Als vorerst letzten Versuch, löschte ich dann die zuvor erstellte Debian-VM mittels Hyper-V-Manager komplett. (Alle Dateien) und startete ein Restore der kompletten VM und aktivierte die Option, dass die VM startet, sobald die Wiederherstellung fertig ist. Wenige Klicks später war die zuvor gelöschte VM (ohne weiteres zutun) wieder im Hyper-V-Manager und wurde automatisch gestartet.

Probleme: 0

Grenzenlose Begeisterung!

 

 

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