Kategorie: Hardware

Sectigo – abgelaufenes Zertifikat sorgt weltweit für Ärger

Es war jener Montagmorgen, der eigentlich ein Dienstag war. (nach einem Feiertag).

Gerade wurde der Arbeitsplatz-PC hochgefahren. Das Telefon klingelt. Man wird darüber informiert, dass einige wichtige Webseiten sich nicht mehr öffnen lassen. Offenbar gibt es einen SSL Zertifikatsfehler, weshalb das UTM-System (=vereinfacht Firewall) den Verbindungsaufbau kurzerhand unterbindet.

Der erste Gedanke der mir in diesem Moment durch den Kopf schießt ist: „Hab ich etwas an unserer Konfiguration verändert?“.

Nein, habe ich nicht…

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Virtual Reality ghosting, judder, jitter und andere Gemeinheiten

Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Euro meines hart erarbeiteten Gehalts ich in den letzten 18 Monaten in meinen PC investiert habe und mit welchen Problemen ich bezüglich VR (virtual realtiy) noch immer konfrontiert bin, dreht sich mir der Magen um.

Eine kurze Einleitung

Ich startete mit einer Oculus Rift. Primär deshalb, da ich gerne DCS World „simuliere“ und der Unterschied zwischen einem Monitor und der VR wirklich erheblich ist. Während man  sich vor dem Monitor immer bewusst ist, dass es sich um eine Computersimulation handelt, hat man in der VR wirklich das Gefühl, mittendrin statt nur dabei zu sein.

Neben dem perfekt funktionierenden Headtracking, „sitzt“ man wirklich mitten im Cockpit, hat ein viel besseres „Tiefenempfinden“, kann Entfernungen besser abschätzen und…. es ist einfach GENIAL!

Ein bisschen nachdenklich stimmen mich die Gedanken, die ich mir wegen meiner Augen mache. Wenn man ehrlich ist, kann es einfach nicht gesund sein, wenn längere Zeit in zwei „kleine“ Bildschirme gestarrt wird, die mehr oder weniger direkt vor den Augen positioniert sind und auch noch eine gewisse Abwärme erzeugen, oder?

Ich schweife ab….

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Debian 9 Stretch auf Dell Vostro 1000

Es funktioniert (fast) out of the box

Falls noch jemand einen Dell Vostro 1000 einsetzt und nicht auf Windows zurückgreifen will, steht einem Einsatz von Debian GNU Linux Stretch (Cinnamon) nichts im Wege.

Grundsätzlich kann eine ganz normale Standardinstallation vorgenommen werden.

Nach dem Setup funktioniert allerdings die Grafikkarte (ATI) nicht mit entsprechender Beschleunigung, das WLAN streikt und das Notebook fährt nicht ordnungsgemäß herunter.

Auch ein Neustart bringt nur einen schwarzen Bildschirm, ohne dass das Notebook anstalten macht, neu zu starten.

WLAN und Grafikbeschleunigung

Zuerst müssen wir notwendige Firmware nachinstallieren. Nachdem das WLAN noch nicht funktioniert greift man auf ein klassisches RJ45 Netzwerkkabel zurück und wirft eine konsole (mit Rootrechten) an.

In erster Linie, müssen zusätzliche Zweige in die /etc/apt/sources.list eingetragen werden:

nano /etc/apt/sources.list

Alle bestehenden Einträge werden nach main um contrib und non-free ergänzt. (jeweils mit Leertaste dazwischen).

Danach macht man ein

apt-get update && apt-get upgrade

und installiert die fehlende Firmware für WLAN (BCM4312 LP-PHY chip) bzw. den Installer der die Firmware aus dem Internet nachladet.

apt-get install firmware-b43-installer

Gefolgt vom „nonfree-Firmwarepaket“:

apt-get install firmware-linux-nonfree

Nach einem Restart (der normalerweise momentan noch zu einem Blackscreen bei laufendem Notebook führt – also Powertaste so lange halten bis das Notebook aus ist) sollte WLAN laufen und die Grafikkarte nicht mehr im Softwarerenderingmodus arbeiten.

Nicht vergessen das LAN Kabel abzuziehen und das WLAN zu konfigurieren!

Shutdown und Restartproblem beheben

Das Problem liegt an einer Einstellung im Bios. Diese nennt sich „PowerNow Control“. Sobald man diese Funktion im Bios ausschaltet (Disable), läuft auch der Restart und der Shutdown.

 

 

Mikrotik Router – Grundkonfiguration from scratch

Generell kann der Mikrotik Router entweder über eine fixe IP-Adresse, oder das Programm Winbox angesprochen werden. Der Vorteil der Winbox besteht u.a. darin, dass der Mikrotik Router auch über seine MAC-Adresse gefunden wird.

Somit wird es möglich, per MAC-Adresse ins „Admin-Backend“ des Routers zu gelangen.

Ausgangslage

Sofern man die Werkseinstellungen des Routers übernimmt ist ein Port des Routers für den Anschluß des „Internet“ (anderer Router) gedacht. Die verbleibenden Ports stehen dem LAN zur Verfügung.

Ich will mich im Rahmen dieses Beitrages jedoch mit der kompletten Neukonfiguration beschäftigen. D.h. der Router ist absolut unkonfiguriert.

Was wollen wir erreichen

  • 1 Port soll für die WAN-Schnittstelle konfiguriert werden, wobei eine statische IP-Adresse Verwendung findet.
  • Die verbleibenden Ports sollen für das LAN zur Verfügung stehen.

WAN-Konfiguration

Nach dem Einstieg auf den Router per Winbox wählt man:

  • Menü IP -> Adresses
  • Klick auf das + Symbol im erscheinenden Fenster oben

Im Beispiel wird die IP 192.168.0.100/24 für das ether1 Port vergeben. Abschließend ist das Fenster mit OK zu bestätigen.

Bridge konfigurieren

Alle verbleibenen Ports sollen für das LAN zur Verfügung stehen und „gebridged“ werden (Jedes Port „macht“ das Gleiche).

  • Menü IP -> Bridge
  • Klick auf das + Symbol

Als Name wird z.B. bridge1 vergeben. Abschließend wird das Fenster mit OK geschlossen.

Der Bridge Ports zuordnen

Im Menü IP -> Bridge / Fenster Bridge müssen nun noch die Ports zugeordnet werden, die dieser Bridge zugeordnet werden sollen. Das WAN-Port darf der Bridge NICHT zugeordnet werden!

Dieser Schritt (oben) ist mit allen Interfaces zu wiederholen, die der Bridge hinzugefügt werden sollen.

Der Bridge eine IP Adresse zuweisen

  • Menü IP -> Adresses
  • Klick auf das + Symbol
  • IP Adresse der Bridge zuordnen

Abschließend ist das Fenster mit OK zu bestätigen.

Der Bridge einen DHCP-Server zuordnen

Für das LAN soll ein DHCP-Server konfiguriert werden. Da das LAN am Bridge-Port hängt, wird dem Bridge-Port ein derartiger Server zugeordnet.

  • Menü IP -> DHCP Server
  • Klick auf Button „DHCP SETUP“
  • Wahl des Interfaces (bridge1) -> Next
  • Den gewünschten Adressraum eingeben. Wenn z.B. der Mikrotikrouter mit 192.168.88.1 im LAN angesprochen wird, könnte man einen DHCP-Adressraum von 192.168.88.2 – 192.168.88.254 verwenden. -> Next
  • DHCP Relay leer lassen

Standardroute ins Internet setzen

Die Standardroute soll über zu einem Internet-Router zeigen, an dessen LAN-Port der Mikrotikrouter (WAN-Port) hängt. Der Internet-Router hat die IP Adresse 192.168.0.1

  • Menü IP -> Routes
  • Klick auf das + Symbol
  • Als Dst. Adresse: 0.0.0.0/0 eingeben (=Route ins Internet)
  • Gateway = IP des Internet-Router = 192.168.0.1
  • Mit Ok bestätigen

Im Fenster „Route List“ muss nun noch in den Reiter „Next Hops“ gewechselt werden, um zu prüfen, dass als Adresse die IP 192.168.0.1 (Internet-Router) eingetragen ist.

DNS Server definieren

Ohne DNS-Server geht es nicht.

  • Menü IP -> DNS Settings (Häkchen bei „Allow Remote Requests“ setzen nicht vergessen)

Das sollte es gewesen sein. Alle Clients die an den LAN-Ports des Mikrotik Routers hängen, sollten nun in das Internet gelangen.

 

 

 

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