Sämtliche Kopano Artikel aktualisiert und getestet

Wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, hatte ich vor einiger Zeit 3 Artikel zum Thema „Kopano Groupware“ geschrieben, die -dankenswerterweise- sehr viel Zuspruch gefunden haben.

Nachdem sich bei Kopano, betreffend die Konfiguration, einiges geändert hat, bin ich nun endlich sämtliche Artikel nochmals von vorne bis hinten durchgegangen und habe sie aktualsiert. (Stand 28.10.2018).

Um sicherzugehen, dass auch wirklich alles so funktioniert wie beschrieben, habe ich mit Hilfe meiner Doku einen Kopanoserver von 0 weg aufgesetzt.

Als Basis hierfür wurde Debian Stretch (Version 9) herangezogen.

Wünsche und Anregungen, aber auch Kritik ist gerne gelesen.

Zusammengefasst

Artikel 1: https://www.pc-howto.com/kopano-der-neue-stern-am-groupwarehimmel-teil-1/

Artikel 2: https://www.pc-howto.com/kopano-der-neue-stern-am-groupwarehimmel-teil-2/

Artikel 3: https://www.pc-howto.com/kopano-der-neue-stern-am-groupwarehimmel-teil-3/

 

 

Debian 9 Stretch auf Dell Vostro 1000

Es funktioniert (fast) out of the box

Falls noch jemand einen Dell Vostro 1000 einsetzt und nicht auf Windows zurückgreifen will, steht einem Einsatz von Debian GNU Linux Stretch (Cinnamon) nichts im Wege.

Grundsätzlich kann eine ganz normale Standardinstallation vorgenommen werden.

Nach dem Setup funktioniert allerdings die Grafikkarte (ATI) nicht mit entsprechender Beschleunigung, das WLAN streikt und das Notebook fährt nicht ordnungsgemäß herunter.

Auch ein Neustart bringt nur einen schwarzen Bildschirm, ohne dass das Notebook anstalten macht, neu zu starten.

WLAN und Grafikbeschleunigung

Zuerst müssen wir notwendige Firmware nachinstallieren. Nachdem das WLAN noch nicht funktioniert greift man auf ein klassisches RJ45 Netzwerkkabel zurück und wirft eine konsole (mit Rootrechten) an.

In erster Linie, müssen zusätzliche Zweige in die /etc/apt/sources.list eingetragen werden:

nano /etc/apt/sources.list

Alle bestehenden Einträge werden nach main um contrib und non-free ergänzt. (jeweils mit Leertaste dazwischen).

Danach macht man ein

apt-get update && apt-get upgrade

und installiert die fehlende Firmware für WLAN (BCM4312 LP-PHY chip) bzw. den Installer der die Firmware aus dem Internet nachladet.

apt-get install firmware-b43-installer

Gefolgt vom „nonfree-Firmwarepaket“:

apt-get install firmware-linux-nonfree

Nach einem Restart (der normalerweise momentan noch zu einem Blackscreen bei laufendem Notebook führt – also Powertaste so lange halten bis das Notebook aus ist) sollte WLAN laufen und die Grafikkarte nicht mehr im Softwarerenderingmodus arbeiten.

Nicht vergessen das LAN Kabel abzuziehen und das WLAN zu konfigurieren!

Shutdown und Restartproblem beheben

Das Problem liegt an einer Einstellung im Bios. Diese nennt sich „PowerNow Control“. Sobald man diese Funktion im Bios ausschaltet (Disable), läuft auch der Restart und der Shutdown.

 

 

Debian Stretch Mariadb – Rootlogin phpmyadmin funktioniert nicht mehr

Es ist zwar kein neuer Hut mehr, dass es mit Mariadb in Verbindung mit dem rootlogin in phpmyadmin Probleme gibt, ich möchte es an dieser Stelle aber dennoch erwähnen und eine – meiner Meinung nach gute – Lösung anbieten.

Hintergrund

Bei Mariadb (aktuell in Version 10.1.26-0+deb9u1) ist für den root-user ein unix_socket Plugin aktiv. Dieses Plugin prüft, ob man:

1.) Als Rootuser in der Konsole eingeloggt ist und
2.) den vorhandenen Mariadb-root-user.

Wenn man sich nun bei phpmyadmin als Benutzer root einloggen will, schlägt dies fehl. Klar! In dem Fall meldet man sich ja nicht per Konsole (als User root) bei der Mariadb an, sondern über das Web.

Lösungsweg

Es gäbe nun die Möglichkeit, das Plugin für den Mariadb-Benutzer root zu deaktivieren. (Davon sehe ich hier aber ab). Besser ist es, einen neuen Datenbankbenutzer anzulegen, der -so wie root- auch Vollzugriff auf alle Datenbanken hat, um letztendlich alle Datenbanken per phpmyadmin verwalten zu können.



Im Terminal des Servers  bzw. des Linuxsystems sind folgende Schritte (eingeloggt als root) durchzuführen:

mysql

grant all on *.* to neuerrootuser@localhost (RETURN)
identified by 'deinpasswort' with grant option;

Es ist nun ein weiterer Benutzer mit DB-Rootrechten angelegt worden.

Absicherung der Installation

Es ist immer eine gute Idee, den Befehl

mysql_secure_installation

auszuführen, um einige DB-Einstellungen sicherer zu gestalten. Hierbei kann (und sollte!) auch für den bereits vorhandenen DB-Benutzer „root“ ein Passwort gesetzt werden. (In der Standardkonfiguration hat dieser DB-Benutzer kein Passwort, da ja u.a. auf das unix_socket-Plugin zurückgegriffen wird).

Bestehende MariaDB-Benutzer abfragen / Plugincheck

Will man prüfen, welche User angelegt sind / für wen das oben erwähnte Plugin aktiv ist, begibt man sich abermals in ein Rootterminal und startet folgende Abfrage:

mysql

select user, plugin from mysql.user;

 

 

E-Mobilität, energieeffizientes Leben und Umweltschutz

Ich denke schon sehr lange darüber nach, mir zumindest für den Stadtverkehr ein Elektroauto zuzulegen. Hier spielt die Reichweite eine untergeordnete Rolle, der Umweltschutzgedanke steht klar im Vordergrund.

Nun muss man heutzutage für eine Elektroauto noch recht tief in die Tasche greifen und bekommt dafür relativ wenig Auto in Form von geringer Reichtweite. Von den Bigplayern a la Tesla spreche ich hier nicht, denn diese technischen Wunderwerke sind außer Reichweite meines Budgets 😉 und auch nicht energieeffizienter wie so mancher Kleinelektrowagen (große Reichweite, dafür eine Vielzahl an Akkus).

Co² Ausstoß geringer als bei herkömmlichen Benzinfahrzeugen?

Beim reinen Fahrbetrieb verursacht man mit einem E-Auto natürlich keinerlei Umweltbelastung, wenn man die notwendigen Ladevorgänge unberücksichtigt lässt. Wie sieht es in diesem Kontext aber mit der Herstellung und der laufenden Wartung aus?

Erst zuletzt las ich einen Artikel, dessen Aussage es u.a. war, dass man mit einem E-Auto 8 Jahre lang fahren muss, um den Co²-Ausstoß zu kompensieren, der für die Herstellung der oft verwendeten Lithium-Ionen Akkus „in die Luft geblasen“ wird.

Auch erwähnt wird, dass man mit einem herkömmlichen Benzin-Fahrzeug 8 Jahre lang fahren kann, bis der Co²-Emmissionsgrad erreicht wird, der allein durch die Herstellung der Akkus für E-Autos verursacht wird.

Eine schockierende Bilanz, wenn dies tatsächlich zutrifft.


Akkus = Elektroschrott = energieineffizient?

Dass Akkus nicht ewig halten, ist wohl jedem klar. Die durchschnittliche Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus beträgt ca. 8 Jahre, wobei dies natürlich auch von der Anzahl der Ladezyklen (wie oft wird der Akku geladen) abhängt. Wird der Akku älter, reduziert sich seine Leistungsfähigkeit / Kapazität. Die Reichweite des Fahrzeugs sinkt.

Irgendwann muss der Akku somit getauscht werden. Dies wiederum erzeugt Elektroschrott. Und genau hier greift der nächste Knackpunkt in Sachen Umweltschutz, nämlich: Wie gut können Akkus wiederverwertet werden? Wieviel Energie = Co² Ausstoß wird hierfür verbraucht? Was geschieht mit den Komponenten der Akkus, die nicht wiederverwertet werden können? Landen diese irgendwo in Afrika, auf einer Müllhalde, die gravierende negative Einflüsse auf Böden, Flüsse, das Tierreich und Menschen hat – ganze Landstriche verseucht und somit zerstört?

Es ergibt sich der Rückschluss: Je länger ein Akku hält, desto umweltschonender ist er.

In der Akkuherstellung muss es das Ziel sein, Akkus mit hoher Kapazität und vor allem hoher Lebensdauer (vielen Ladezyklen) herzustellen. Dies sollte optimalerweise mittels Einsatz von wiederverwertbaren Materialien geschehen, deren Rückgewinnung möglichst wenig Energie verbraucht.

Wie wäre es zum Beispiel mit der Salzwasserbatterie? (ich weiß, das ist kein Akku).

Falls sich hiermit jemand gut auskennt, bitte tobt euch mittels Kommentar aus. Leider hat sie offenbar eine geringe Energiedichte und ist somit für mobile Lösungen nicht geeignet.

 

https://nels24.blogspot.co.at/2017/06/chinesen-ubernehmen-die-technologie-der.html

Zur Zeit beißt sich meines Erachtens hier die Katze selbst in den Schwanz, denn Energieeffizienz + Elektroautos passt heutzutage noch nicht wirklich „zusammen“.

Eine weitere Betrachtung dieser Thematik, findet man u.a. im Artikel von Utopia.

Konsumverhalten

Abseits der Elektromobilität, gibt es noch eine Vielzahl von Bereichen, über die sich JEDER MENSCH Gedanken machen sollte.

Energie wird für jeden Herstellungsprozess verbraucht. Jeder Alltagsartikel verbraucht Energie und erzeugt Müll. Hieraus wird (hoffentlich) jedem klar, dass man nur die Artikel kaufen sollte, die man auch wirklich braucht.

Auch das kaufen und wegwerfen von Lebensmitteln verbraucht Energie und erzeugt Co². (Lebensmittel kann beliebig durch jeden anderen Kosumartikel ersetzt werden).

  • Kauft maßvoll, lasst euch nicht von der Werbung steuern.
  • Führt ggf. Elektrogeräte einem zertifizierten Recyclingbetrieb zu.
  • Hinterfragt an den Entsorgungsstellen, was mit dem Elektroschrott passiert.
  • Achtet darauf, dass ausgeschiedene, noch funktionierende Geräte einer sinnvollen Weiterverwendung zugeführt werden.

Beispiellinks:

http://www.greencomputingportal.de/artikel/endlich-ein-neuer-computer-aber-wohin-mit-dem-alten-rechner/

https://www.afb-group.at/home/

Was haltet ihr von diesem Thema? Fährt von euch jemand eventuell sogar bereits mit einem E-Car? Wie sind eure Erfahrungen?

Kommentare sind gerne gesehen 🙂

 

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