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Linux Mint Debian Edition + AMD Catalyst 12.3 + höher = funktionierender fglrx

Obwohl ich die Hoffnung eigentlich schon fast aufgegeben hatte, startete ich gestern noch einen letzten Versuch, um wenigstens irgend eine Art „Debian“ auf mein System zu installieren. Die Vorgabe „Der Grafikkartentreiber muss funktionieren“, schien ja bis zuletzt nur ein Wunschtraum zu sein…

Kurzerhand Linux Mint Debian Edition (aktuellste Version) heruntergeladen und per Unetbootin auf USB Stick verbannt.

Nach dem zügigen Boot vom USB Stick starte ich die Installation, die gewohnt unspektakulär von statten geht (gut so!).

Der standardmäßig verwendete X.org Treiber (radeon) liefert mir eine Auflösung von 1280×1024. Für meinen 22″er nicht die native Auflösung. Ich habe keine Chance die Auflösung höher zu schrauben. Es wird einfach keine höhere Auflösung angeboten.

Ich vermute, dass ich über Modelines in der xorg.conf noch einiges hätte schrauben können, das ist aber nicht mein Ziel. (Übrigens gibts sogar einen Onlinemodeline-Generator).

Da bei Linux Mint Debian bereits die build-essential + Kernelheader installiert sind, lade ich mir den Catalyst 12.3 von der Homepage von AMD herunter und installiere ihn. (Eigentlich habe ich hier schon gedacht, dass es ohnehin wieder nicht klappt…)

Nach dem Restart des Systems, staunte ich allerdings nicht schlecht… Der Treiber wird geladen und ich habe eine – meinem Monitor entsprechende – Auflösung bereits eingestellt (DDC sei Dank!).

Fazit: Linux Mint Debian + Catalyst 12.3 = funktionierendes System :-).

Fazit: Linux Mint Debian + Catalyst 12.3 + höher = funktionierendes System.

Cinnamon finde ich übrigens genial!

Update: Allerdings gibts wohl ab Kernel 3.4 mit dem fglrx (Version 12.4 und höher) Probleme…

Linux Mint 8 auf Linux Mint 9 Dist-upgrade

Warum

Ganz einfach weil ich aus Neugierde testen wollte, ob in Dist-Upgrade unter Mint problemlos funktioniert.

Vorarbeiten

Vorweg muss die sources.list angepasst werden. Zu finden ist diese Datei unter /etc/apt. Mit einem Texteditor (vi, vim, joe etc.) öffnet man die Datei. Hierbei sind Rootrechte erforderlich. Da Linux Mint 9, welches übrigens auf den Namen „Isadora“ hört, auf der Distribution Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx) basiert, wird die sources.list wie folgend angepasst:

  • deb http://packages.linuxmint.com/ isadora main upstream import
  • deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid main restricted universe multiverse
  • deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates main restricted universe multiverse
  • deb http://security.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security main restricted universe multiverse
  • deb http://archive.canonical.com/ubuntu/ lucid partner
  • deb http://packages.medibuntu.org/ lucid free non-free

und dann natürlich entsprechend unter gleichem Namen abgespeichert.

Das Dist-Upgrade

Nachdem alle Vorarbeiten durchgeführt worden sind, geht es nun erst so richtig los! Das Dist-Upgrade sollte NICHT von der grafischen Benutzeroberfläche gestartet werden. Sicherer ist es, eine Rootkonsole mit Netzwerkunterstützung zu verwenden und keinen  Desktopmanager laufen zu haben (GDM, KDM …).

Zugegeben, ich habe noch nicht getestet, ob ein eventuell laufender Desktopmanager ein Dist-Upgrade insofern beeinträchtigen kann, dass es fehlschlägt. Jedenfalls bin ich auf der sicheren Seite geblieben und habe auf eine Konsole (mit Rootrechen mit Rootrechten – sorry, da fehlte ein t! Natürlich meinte ich keinen Wurzelrechen – 🙂 ) zurückgegriffen:

  • apt-get update
  • apt-get dist-upgrade
  • und RETURN

Es folgt eine Abfrage von apt, die darüber informiert, wieviele MB heruntergeladen werden, welche Pakete entfernt werden etc. Die Info wird mit J (bzw. Y) bestätigt und es geht los.

Es folgt… warten

Nun dauert es einige Zeit bis alle nötigen Pakete heruntergeladen worden sind (bei mir waren es insgesamt ca. 640MB). Ist der Download erleidigt, wird die Installation fortgesetzt. Sämtliche erscheinenden Dialoge bzw. Abfragen sind mit sinnvollen Werten vorbelegt, weshalb man hier nur mittels RETURN bestätigen muss.

Abschluss

Bei mir lief schließlich alles glatt und ich landete wieder am Prompt der Rootkonsole. Neustart des Systems und Daumen halten… (Befehl hierfür übrigens shutdown -r now). Und … das warten hat sich gelohnt:

Linux Mint „Gloria“

Distrohopping – Linux Mint (www.linuxmint.com)

Linux Mint Logo…wird anscheinend bei mir langsam aber sicher zum Sport.  Zugegeben, ich bin immer debianlastig unterweges  (ist halt auch ein sehr solider und durchdachter Unterbau).

Nun, vorgestern – im Zuge meiner Streifzüge durch das Netz- bin ich auf  Screenshots der Distribution Linux Mint gestoßen.

Meine ersten Gedanken waren:  „Der Desktop schaut irgendwie „edel“ aus und ist nicht überladen. Grund genug also, die ISO Datei herunterzuladen und einen Testlauf zu starten.

Nebenbei sei erwähnt, dass es sich bei Linux Mint um ein Ubuntuderivat handelt. Das heißt soviel, dass die Paketquellen von Ubuntu stammen und zusätzliche Pakete (Mintpakete / Programme) zur Verfügung gestellt werden.

Die ISO-Datei passt auf eine CD, die man wie bei (K)Ubuntu einerseits als LIVE CD starten kann, andererseits jedoch auch gleich eine Installation ermöglicht.

Zur Installation gibt es nur soviel zu erwähnen: Siehe Ubuntu – nach wenigen Klicks ist man am Ziel.

Und was ist jetzt anders?

Kurz gesagt, Mint macht alles noch einfacher. Restricted Pakete (wie zB. der Nvidia Treiber) werden auf Knopfdruck heruntergeladen und installiert, ebenso verhält es sich auch mit Druckern. Nach Anschluß des Gerätes erscheint ein Popup-Fenster, indem darauf hingewiesen wird, dass neue Hardware gefunden wurde. Ein weiteres Popup verlangt das Rootpasswort und schon startet der Download und die Installation des notwendigen Treiber von selbst.

Im Kontrollzentrum finden sich ausserdem etliche Administrationshilfen (zb. für den Ndiswrapper).

Desktop

Als Desktop wird Gnome eingesetzt, wobei die Gnomeleiste nicht zum Einsatz kommt. Stattdessen gibt es ein eigens in Python programmiertes „Menü“, das mehr oder weniger an Windows Vista erinnert.

Es sollen auch Anleihen am SLED genommen worden sein.

Obwohl ich eigentlich eher der KDE-Typ bin, gefällt mir der Desktop sehr gut!

Installparty

Weg von der Theorie und hin zur Praxis. Von der Live-CD zur wirkichen Installation. Aufgrund des gestern doch sehr schlechten Wetters, habe ich Linux Mint auf insgesamt 4 Rechnern installiert:

  • 2x Stand-PC
  • 1x Fujitsu Siemens Notebook (mit Netgear WG111-USB Wlan-Stick)
  • 1x Dell Vostro 1000 (mit Broadcom Wlan)

Alle Installationen liefen absolut problemlos. Bis auf das Einrichten des Accesspoints (Angabe von SID und WPA2 Passwort) und das starten der automatischen Installation des Treibers für die NVIDIA Grafikkarten, war nichts zutun!

Fazit

Alles in allem haben die Mintentwickler eine wirklich Superdistribution erstellt. Es wurde genau dort „geschraubt“ wo so mancher Neueinsteiger meist aussteigt. Die Mintadmintools machen auf jeden Fall Sinn.

Es soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass der „Motor“ unter Mint und auch (K)ubuntu immer noch Debian GNU/LINUX ist. Von daher muss man auch allen Debianentwicklern gratulieren, die mit Debian Lenny einen weiteren Meilenstein in Sachen Stabilität und Verlässlichkeit gesetzt haben.

Ohne das „Original“ wäre all das wohl nicht möglich!

Ebenso sollten die Kerneldeveloper nicht vergessen werden, die u.a. dafür sorgen, dass verschiedenste Hardware „out-of-the-box“ erkannt wird!

Kurzum: Teamwork rules!

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