Autor: Daniel

ASUSTOR 4002T – 10GBit, 2 Bay NAS

Mein ca. 7 Jahre altes Synology NAS DS213 ist mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen. Ich muss aber auch festhalten, dass es mit der „Syno“ überhaupt keine Probleme gegeben hat. Ich hatte sie als „Datengrab“ und „Nextcloud“ NFS-Storage (Datenverzeichnis auf der NAS) verwendet.

ASUSTORE 4002T

Ich liebäugle schon länger mit dem Upgrade meiner doch recht simplen Netzwerkinfrastruktur. 10 Gbit muss ja der Hammer sein (zumindest in meinem Kopf). Da ich immer wieder Schulungsvideos erstelle, würde mir ein schnellerer Datentransfer gerade recht kommen und ich könnte die Videos ja quasi direkt auf das NAS schreiben.

Was läge also näher, als ein 10GBit-NAS anzuschaffen, das „verhältnismäßig“ günstig ist.

Lieferumfang: Was is dabei?

Neben dem NAS befindet sich noch:

  • 1x CAT Kabel für 10Gbit-Anbindung
  • 2x CAT Kabel für 1Gbit Anbindung
  • 1x DVD mit diversen Apps
  • Netzteil + Kabel

in der Verpackung.

Ausstattung und Anschlüsse

  • 2 x LAN 1Gbit
  • 1 xLAN 10 Gbit
  • 1x Font-USB 3 .0
  • 1x USB 3.0 auf der Rückseite
  • 1x Stromanschluss für das Netzteil
  • 2GB RAM (nicht erweiterbar)
  • 2 x Slot für 3,5″ HDDs
  • 1x aktiver Lüfter
  • 1,6Ghz Marvel CPU

Festplatten

Im Echtbetrieb kommen 2x Western Digital RED 3TB Festplatten im Raid 1 (Spiegelung) zum Einsatz. Allerdings habe ich, wie weiter unten ersichtlich, auch andere Laufwerke getestet. Alternativ zum Raid 1, könnte man auch andenken, die 2 Platten per Raid 0 einzubinden. Dies verspricht mehr Leistung (Stripeset), die doppelte Kapazität, ABER auch keine Redundanz. Ist eine Platte defekt, sind die Daten „weg“.

Anmerkung: Im Screenshot weiter unten, wird eine 1TB WDC Green installiert, dies war allerdings nur ein Test meinerseits! Der Echtbetrieb erfolgt mit den 2 x 3TB WDC RED.

Switch

Switches gibt es wie Sand am Meer… Nicht bei 10Gbit und schon gar nicht, wenn es um eine Switch geht, der lüfterlos betrieben werden kann. Einerseits bietet Netgear einen Home-Switch an (GS110MX), der 2 x 10GBit – Ports (restliche Ports 1GB) zur Verfügung stellt, andererseites hat auch Asus einen ähnlichen Switch auf Lager. Der Vorteil des ASUS-Switch (XG-U2008) liegt klar auf der Hand. Die Optik :-). In meiner Konfiguration setze ich also auf den Asus-Switch.

Anmerkung: Ich will nur meinen PC mit dem NAS über 10Gbit verbinden. Somit reichen 2 10Gbit-Ports auf jeden Fall aus!

Netzwerkkarte – Asus XGC-100C

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. (dies soll nichts über die Hardware-Qualität der NIC aussagen – wenn, dann schon eher über das Funktionieren „out-of-the-box“). Wenn ich schon bei Asus bin und möglichst „wenig Geld“ (immer noch mehr als genug!) für neue Komponenten ausgeben will, greif ich doch gleich zur Asus XGC-100C (Aquantia AQtion AQC107-Chip).

Diese Entscheidung stellte sich im Nachhinein als falsch heraus. Weder unter Linux (in dem Fall Ubuntu 18.04) noch unter Windows 10, konnte ich die Netzwerkkarte dazu bewegen, stabil zu laufen. Jedesmal wenn man einen Datentransfer angestoßen hat (zb. einen Download) funktionierte die Verbindung für einige Sekunden und machte dann eine Schaffenspause (um die 10-15 Sekunden). Selbst nach einiger Internetrecherche und herumspielen an den Parametern kam es zu keiner Besserung. Die Karte ging schließlich retour!

Alternative: Gebrauchte Intel X540-T2

Eine Intel-NIC mit 2 Netzwerkanschlüssen. Unter Ubuntu 18.04 wird sie „out-of-the-box“ unterstützt. Windows 10 kennt sie nicht, was die Installation des Drivers (von der mitgelieferten CD) notwendig macht. (Treiberupdate wärmstens empfohlen!).

CAT-Kabel

1x mitgeliefertes Kabel für 10Gbit -> NAS (Cat6?)
1x CAT6 Kabel 1m (PC)

Auf die Plätze, fertig…

Festplatten sind eingebaut, Netzwerk ist verkabelt, NIC installiert, NAS fährt hoch…

Datentransfertest

Ich startete den Test unter Windows 10 (mit aktuellem Treiber für die Intel NIC). Als Testfile, verwende ich eine 2.2GB große ISO Datei.

PC: Single SSD (Samsung).
NAS Single 64GB SSD (Samsung).

vonnachGeschwindigkeit
PC (SSD)NAS (single SSD)200MB/sec
NAS (single SSD)PC (SSD)400 MB/sec

PC: Single SSD (Samsung).
NAS: 2x WDC RED 3TB – Raid 0: Stripeset.

vonnachGeschwindigkeit
PC (SSD)NAS (Raid0 WDC Red)300MB/sec
NAS ( Raid0 WDC Red )PC (SSD)150 MB/sec

PC: Single SSD (Samsung).
NAS: 2x WDC RED 3TB – Raid 1: Mirror

vonnachGeschwindigkeit
PC (SSD)NAS ( Raid1 WDC Red)120 – 140 MB/sec
NAS (Raid1 WDC Red)PC (SSD)140 -150 MB/sec

Wärmeentwicklung der verschiedenen Komponenten

ASUS-Switch XG-U2008

Wenn man gerne Spiegeleier zubereitet, dann könnte man beim Switch (der ja in schönem Aludesign daherkommt) durchaus daran denken, die Oberfläche als Herdplatte zu verwenden. Zugegeben, das ist eine etwas überzogene Andeutung, dennoch wird der Switch, da ihm ja die Lüfter fehlen, sehr warm. Fordert man die 10GBIT Schnittstellen, kann man zwar die Switchoberseite ohne Weiteres angreifen, ich denke aber, dass hier 50 Grad+? erreicht werden können. Es ist also für eine gute Belüftung zu sorgen. (nichts draufstellen, Lüftungsgitter frei halten, nicht irgendwo einbauen, wo der Switch „keine Luft“ bekommt).

ASUS 4002T NAS

Die CPU des NAS erreicht bei Last Temperaturen von 62 Grad bei automatischer Lüftersteuerung. Die Lüfter selbst drehen hierbei nie so hoch, dass sie hörbar werden würden. Regelt man die Lüfter nicht automatisch, sondern stellt sie beispielsweise auf Geschwindigkeit „Mittel“ (Stufe2), ist es vorbei mit dem ruhigen Betrieb. (Die Lüfter sind klar hörbar).

Bislang gab es keine Probleme (Instabilitäten) mit den CPU Temperaturen bei automatischer Lüftersteuerung.

WDC RED Festplatten im NAS

Meiner Meinung nach, ist der Lüfter hinten am NAS schlecht positioniert, da er nicht 100% zentral hinter den beiden Festplatten sitzt. Die Platten werden verhältnismäßig warm. (Selbst wenn sie nicht mit Datentransfer belastet werden).

Fazit

Ein Umstieg auf ein 10Gbit-Netzwerk ist entsprechend teuer. Kopiert man regelmäßig größere Datenmengen über das Netzwerk ist eine Aufrüstung ganz sicherlich sinnvoll. Im Hinterkopf behalten muss man auf jeden Fall, dass die Performance (natürlich) nicht nur vom Netzwerk selbst, sondern auch von den eingesetzten restlichen Komponenten abhängt.

Es hilft relativ wenig, wenn die gesamte Netzwerkperipherie auf 10Gbit hochgerüstet wird, man jedoch als Datenspeicher im NAS einzelne Festplatten einsetzt. Die getestete WDC-RED, bringt sowohl lesend als auch schreibend um die 150mb/sec. Ein 10Gbit Netz hat jedoch einen Durchsatz von 800MB/sec+. Die Leistung ist in dem Fall also ganz klar durch die verbauten Festplatten limitiert.

Sobald der Datenspeicher performanter wird, steigt auch der Datendurchsatz.

Die maximale Performance des 2 Bay ASUS NAS, lässt sich ausschließlich erreichen, wenn SSDs verbaut werden. Beim Einbau von Festplatten lässt sich per Raid0 mehr Leistung zu Lasten der Sicherheit (=Raid0 = keine Festplattenredundanz = eine Platte defekt = Daten weg).

Alternativ zum 4002T, könnte man auf das Asus 4004T setzen, das mit seinen 4 Bays ein Raid10 (=Raid1 + Raid0) über 4 Festplatten ermöglicht.

Liebäugelt man mit einem Einsatz als (Backup) ESXI Datastore, sollte meines Erachtens unbedingt auf eine Redundanz (Festplatten/SSDs) geachtet werden. Auch hier würde ich eher auf das 4004T setzen.

Als Tauschgerät zu meiner DS213, kommt die 4002T auf jeden Fall in Frage, da sie generell viel schneller reagiert und die CPU mehr Leistung bringt. Auch bei Datentransfers über ein 1Gbit Netzwerk, erreicht die 4002T ca. die 3-fache Geschwindigkeit. 10Gbit hätte in meiner Konfiguration aber nicht sein müssen!

Sämtliche angegebenen Daten, gelten sowohl für Linuxdistributionen als auch Windows!

Leistungsbremse Network Traffic Monitor

Nicht erwähnt habe ich bislang ein Problem mit einem installierten Trafficmonitor (unter Windows), der die Datentransferleistung mit SSDs + HDDs um 50%+ gedrückt hat. Erst nach Deaktivierung des Trafficmonitors, wurde die volle Leistung erreicht! (Dies hat mir mindestens 5h meiner Lebenszeit gekostet! 🙂 )

ASUS Support

Ich habe in den vergangenen Tagen den Asussupport in Deutschland angeschrieben und möchte festhalten, dass die Antwortzeiten und der Umgang mit den Anfragen als sehr positiv zu bewerten ist. Interessiert hat mich beispielsweise, ob die CPU – Temperatur des NAS mit über 60 Grad noch in Ordnung ist. (Anfrage wurde an das Hardwaredepartment weitergeleitet).

Das Problem mit den Datentransferraten, hatte ich ebenso deponiert und diverse Rückmeldungen erhalten. Allerdings habe ich die Lösung schließlich selbst gefunden / da konnte Asus nichts dafür.

Emotet Trojaner – wie kann man sich davor schützen?

Auch, wenn das Thema absolut nichts Neues mehr ist, möchte ich kurz auf die Thematik der immer wiederkehrenden Trojanerwellen zu sprechen kommen. Vielleicht hilft es ja ein wenig, die Sinne zu schärfen und einer Infektion entgegen zu wirken.

Emotet und diverse Cryptolocker sind nach wie vor sehr präsent in diversen Fachzeitschriften / im Internet und sorgen bei so manchem Administrator für Gänsehaut. Doch wie kann man sich die „boshaften Zeitgenossen“ eigentlich einfangen?

Infektionswege und Gegenmaßnahmen

Anhänge in Emails

Im Falle diverser Cryptolocker (Trojaner) und auch bei Emotet, wird meistens auf das altbekannte Medium „Email“ zurückgegriffen. Die Vorgangsweise ist also im Großen und Ganzen gleich geblieben, wie in früheren Jahren. Mit einem großen Unterschied: Die „bösartigen Mails“ sind heutzutage in perfektem Deutsch formuliert und sogar auf das Ziel / die Zielgruppe zugeschnitten.

So kann es gut sein, dass man ein Mail im Posteingang vorfindet, dessen Inhalt (ggf. der Anhang) einem gerade aktuellen Tätigkeitsfeld, einem laufenden Projekt, einer Stellenausschreibung etc. entspricht.

Der Empfänger soll sich sicher fühlen. Ganz nach dem Schema: Den Absender kenne ich, der Kontext ist bekannt, da kann nichts passieren. Das Mail / den Anhang kann ich ohne Bedenken öffnen!

Makros in Officedokumenten

Ein Makro, ist in Officedokumente eingebetteter Code, der im Hintergrund diverse Anweisungen ausführt. Eine normale Word- oder Exceldatei, die nur Text und Grafiken enthält, wird den Anwender NIE auffordern, die Makros zu aktivieren!

Man erhält ein Mail mit einem Officedokument, welches nach dem Öffnen darum ersucht, die Makros zu aktivieren. Die Aufforderung zum Öffnen kann z.B. so aussehen

ACHTUNG bei dieser Meldung! Bitte nicht auf Inhalt aktivieren klicken!

Das Ganze geht auch noch etwas aufgehübscht:

Tipp 1

Sofern keine Makros in MS Office verwendet werden, können die Makros auch komplett deaktiviert werden = Alle Makros ohne Benachrichtigung deaktivieren.

Die Makrosicherheitseinstellungen sind im Sicherheitscenter von Word/Excel/Powerpoint zu finden und müssen separat für jede einzelne Anwendung (Word, Excel…) konfiguriert werden!

Datei -> Optionen -> Sicherheitscenter (Trust Center) -> Einstellungen für das Sicherheitscenter -> Makroeinstellungen

Die Makrosicherheit von Office sollte zumindest so konfiguriert werden, dass vor dem Ausführen von Makros nachgefragt wird (=Standardeinstellung). Der genaue Wortlaut dieser Einstellungen lautet: Alle Makros mit Benachrichtigung deaktivieren. 

Es geht auch im ZIP und PDF Format

Abgesehen von oben erwähnten Officedokumenten, kann es natürlich auch vorkommen, dass man Dateien im ZIP Format erhält, die -in entpackter Form- ein Officedokument beinhalten. Auch PDF-Dateien, die wiederum einen Link enthalten sind möglich

Es müssen nicht immer Anhänge sein

Nicht immer ist ein Anhang der Wegbereiter einer Infektion!
Ab und zu werden auch Links in Emails eingebettet, die dann wiederum auf Seiten führen, die Dateien mit Schadcode enthalten können. Diese Mails sind mittlerweile in perfektem Deutsch formuliert und kommen von vermeintlich bekannten Absendern (in untenstehendem Fall, kam die Mail -auf den ersten Blick- von einem bekannten österreichischen Energielieferanten):

Tipp 2: Sicherheitsaktualisierungen zeitnah einspielen

Auch wenn vielen bekannt sein dürfte, dass es in letzter Zeit mit Microsoft so einige Updateprobleme gab, sollte man unbedingt sämtliche vorhandenen Sicherheitsaktualisierungen einspielen, sobald diese veröffentlicht worden sind.

Ich spreche hier nicht nur von MS-eigenen Aktualisierungen, sondern auch von diversen Updates für z.B. Java, Flash, PDF-Viewer etc.

Für Windowsnutzer heißt das vor allem: Den Windowsupdatedienst NICHT deaktivieren! Im Firmenumfeld einen WSUS-Server einsetzen!

Vielleicht denkt sich jetzt ein Leser/ eine Leserin: Was hilft mir ein Sicherheitsupdate, wenn ich mir den Schadcode per Email auf den Rechner hole?

Nun, im Hinblick auf „die Aktivierung des Trojaners“ im Netzwerk / auf dem PC, hilft das Einspielen von Sicherheitsupdates meist nicht. Aktiviert wird das Schadprogramm so gut wie immer durch den User. ABER: Sofern es dem Trojaner gelingt, Schadcode nachzuladen, versucht dieser dann bekannte Sicherheitslücken innerhalb von Programmen – vor allem innerhalb eines Netzwerkes – auszunutzen.

Beispiel: https://de.wikipedia.org/wiki/EternalBlue

Bei Vorhandensein eines gepatchten Systems, gelingt dies oft nicht.

Tipp 3: Virenschutz mit aktuellen Virendefinitionsdateien einsetzen

Unter Windows sollte unbedingt ein Virenschutz eingesetzt werden, der laufend aktualisiert wird. Auch wenn die Hersteller von Schutzsoftware meistens einen Schritt „hinten nach“ sind, gehört dies zum Grundschutz einer Windowsinstallation.

Tipp 4: Kontrolle und Beschränkung des ein-/ausgehenden Datenstroms / SSL inspection

Ein Teil dieses Tipps, ist eher im Firmenumfeld umsetzbar, da hier meistens Firewallappliances eingesetzt werden, um dein eingehenden / ausgehenden Datenstrom auf Schadcode zu untersuchen. Im privaten Umfeld, wird man sich vermutlich keine hochpreisige Appliance leisten wollen.

Kontrolle des ausgehenden Datenstroms: Wenn man sich vor Augen hält, dass in vielen Fällen Schadcode aus dem Internet nachgeladen wird, wird klar, dass der ausgehende Datenstrom gescannt werden muss. In Kombination mit dem Scannen auf Schadsoftware, sollten – wenn möglich – auch DNS-Blacklists, bekannte Botnet-Adressräume abgefragt und blockiert werden.

Damit einhergehend, sind ausgehend nur die unbedingt notwendigen Ports zu öffnen. (z.B. nur 80 = HTTP, 443 = HTTPS, 53 = DNS).

SSL Inspection: Sofern vorhanden, sollte unbedingt die SSL Inspection (scannen von verschlüsselten Verbindungen) aktiviert werden. (Damit verschlüsselte Verbindungen im Browser weiterhin funktionieren, muss das von der Appliance verwendete SSL-Zertifikat in den Browser / in den Windowszertifikatsstore importiert werden).

Warum SSL-Inspection? Der Grund hierfür ist, dass der Schadcode ggf. ja auch über eine HTTPS – Verbindung nachgeladen werden könnte. Wird SSL nicht gescannt, wird der Schadcode nicht erkannt.

Tipp 5: Schutz vor Spamnachrichten

Viele der „bösen“ Mails, werden über bekannte Spamquellen versendet. Durch den Einsatz von Spamfiltern und der Abfrage von Spamlisten, kann die Flut der eingehenden Spammails eingedämmt wreden. Optimalerweise gelangen so gut wie keine Spammails mehr in das Postfach.

Sofern man beispielsweise postfix als Mailserver einsetzt, reicht ein zusätzlicher Eintrag beim Parameter smtpd_recipient_restrictions um Spamlisten abzufragen. Abgesehen davon, kann auch noch auf Greylisting, Spamassassin etc. zurückgegriffen werden.

Die beste Spammail, ist die Mail, die nicht ins Postfach gelangt! (Etwas optimistisch formuliert: Keine Spammail, Kein Schadcode!)

Tipp 5: Schulung der Mitarbeiter / Familienmitglieder

Es sollte laufend bzw. zumindest in regelmäßigen Abständen auf die Bedrohungslage hingewiesen werden. Man sollte aber darauf achten, dass man nicht zu oft informiert, um gewisse „Ermüdungserscheinungen“ zu verhindern. (Schon wieder ein Infomail über Trojaner, kenn ich schon…).

Tipp 6: Backup, Backup, Backup…

Normalerweise hätte dieser Punkt bereits ganz am Anfang erwähnt werden müssen. Ohne regelmäßiges Backup, ist man im Falle einer Infektion verloren!

Das Backup MUSS unbedingt offline vorliegen. Es hilft nichts, täglich ein Backup der Arbeitsdaten auf ein NAS zu machen, welches permanent im Netzwerk ist. Die Gefahr, dass auch die Daten am NAS kompomittiert werden könnten ist einfach zu hoch. Neben der „online“ Sicherung, muss regelmäßig auch eine Sicherung auf ein Offline-Medium durchgeführt weden. Als Offline-Medium kommt z.B. eine externe USB Platte in Frage. Auch Bandlaufwerke sind wieder auf der Tagesordnung. Verhältnismäßig günstig, bei hoher Datendichte. Ein Bandlaufwerk kostet allerdings „einiges“.

Tipp 7: Nie mit Administratorrechten arbeiten

Der Administrator(account) ist nur für Installationsarbeiten heranzuziehen. Für das tägliche Arbeiten, sollte ein Standardbenutzer mit eingeschränkten Rechten verwendet werden.

Dies gilt vor allem im Firmenumfeld, sollte aber auch @home jedenfalls in Betracht gezogen werden.

Fazit

Man kann einige Schritte setzen, um einer Infektion und einem Datenverlust entgegenzuwirken. Im Worst-Case kommt es auf ein gutes Backup- / Restorekonzept an. Bei all den Möglichkeiten, sich „einzuigeln“ ist eines immer gewiss: 100%ige Sicherheit gibt es nicht. 😉

Wünsche, Anregungen, Ergänzungen und auch konstruktive Kritik per Kommentar gerne gelesen!

Erfahrungen mit Kopano im Unternehmensumfeld – Wechsel des Mailclient

Umstellung auf Kopano Deskapp

Nachdem ich mittlerweile doch einige Erfahrung mit Kopano und Zarafa im Unternehmensumfeld habe, möchte ich hier kurz darüber berichten. Über Kommentare und Meinungen zu diesem Thema, würde ich mich sehr freuen.

Eine kurze Vorgeschichte

Outlook und Kopano

In einem Szenario, in dem der Kopano-Server mittels nicht mehr weiterentwickeltem Kopano/Outlookclient an Outlook angebunden ist, gibt es –  verursacht durch MS-Updates –  Probleme mit der Schnittstelle. Konkret gesprochen, wurden an der Schnittstelle beteiligte Komponenten durch MS (im Zuge von Windows-/Officeupdates) immer wieder adaptiert, wodurch die Funktionalität des Kopano/Outlookclients leidete.

Dies bedeutete zwar nicht, dass in so einem Fall die komplette Funktionalität der Groupwarelösung verloren ging, jedoch, dass vor allem die „Teilungsfunktionen“ ihren Dienst einstellten.

Beispielsweise passierte es nach einem MS-Office-Update gerne, dass ein Zugriff auf geteilte Kalender nicht mehr möglich war.

Alternativen?

Sofern Outlook nicht  essentiell für diverse Abläufe im Betrieb bzw. nicht zu stark mit anderen vorhandenen Applikationen verwoben ist, gibt es ganz klar nur „die eine“ Lösung:

Der Mailclient MUSS ausgetauscht werden.

Nur auf diesem Weg ist es möglich, diversen Inkompatibilitäten aus dem Wege zu gehen.

Kopano bietet mit der Web- und DeskApp eine -meiner Meinung nach- sehr gute Alternative zu MS Outlook an, die in aktueller Version (Deskapp 3.5 / Webapp 2.1) optisch sehr modern daherkommt und von den Funktionen und Verbesserungen her, massivst zugelegt hat.

Gewohntes ändern – die User überzeugen

Der Mensch ist naturgemäß ein Gewohnheitstier. Nimmt man den Anwendern etwas weg, dass sie schon seit Jahrzehnten kennen, sorgt dies zumeist nicht gerade für tosenden Applause.

Hier ist viel Vorbereitung, Überzeugungsarbeit, Einfühlungsvermögen und Geduld notwendig.

Anmerkung (völlig aus dem Kontext gerissen): Aufgrund der schnellen Weiterentwicklung sämtlicher Kopano-Komponenten, ist mittlerweile (17.12.2018) ein Status erreicht, der durchaus als sehr positiv zu sehen ist!

Testumgebung

Natürlich habe ich die Kopano-Deskapp nicht sofort auf das gesamte Netzwerk losgelassen, sondern (ab ca. Juni 2018) eine kleinere Testgruppe darum ersucht, die Deskapp statt Outlook zu verwenden.

Hie und da wurde ich auf kleinere Probleme verwiesen, einiges war anders, ein paar Ecken und Kanten waren vorhanden, die jedoch mit einer etwas angepassten Herangehensweise lösbar waren.

Innerhalb der Testgruppe, sprach nach einigen Tests (und einigen Wochen, die vergangen sind) nichts dagegen, die Deskapp auszurollen, wobei Outlook auf den Clients installiert blieb.

Es sollte auf keinen Fall ein Zwang entstehen. User, die die Groupwarefunktionen nicht nutzten, konnten (und können) noch immer Outlook nutzen. Allerdings haben sich die Meisten dazu entschieden, sich sofort mit der „neuen Software“ auseinanderzusetzen.

Nun… die Erhöhung der Useranzahl führte naturgemäß zu einer höheren Anzahl von Anfragen, Wünschen und auch zu konstruktiver Kritik. (Vieles konnte durch „Workarounds“ bzw. einer Adaptierung der Arbeitsweise gelöst werden). 

Ein paar Punkte blieben aber bis vor ca. 1 Woche offen. (Mit der aktuellen Version der Webapp – 3.5 / Deskapp 2.1 wurde aber so gut wie alles behoben!)

Deskapp, Webapp, Core und Z-push

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht exakt, wie lange MS Outlook schon auf dem Markt ist. Sicher ist jedoch, dass es einige Jahrzehnte sind. Einige Jahrzehnte, die in die Entwicklung gesteckt wurden, die sich das Programm entwickeln konnte.

Auf eine jahrzehntelange Entwicklung, kann Kopano nicht verweisen. Wie auch! Es ist ein sehr „junges“ Produkt, ein Fork von Zarafa.

Schaut man sich an, was die Entwickler rund um die Opensource Software leisten, kann man meiner Meinung nach nur den Hut vor diesen Leuten ziehen.

Innerhalb von kurzer Zeit, wurde neben der notwendigen Serverfunktionalität ein Emailclient für alle wichtigen Plattformen entwickelt, die Deskapp (DA).

Die Deskapp ist stark „verbandelt“ mit der Webapp. 

Kurz gesagt, benötigt die Deskapp eine funktionierende Webapp. Die Webapp jedoch, benötigt die Deskapp nicht. Wie der Name schon sagt, ist die Webapp ein klassischer Webmail-Client.

Innerhalb der letzten zwei Monate, gab es unzählige Verbesserungen:

Webapp:

Deskapp: 

Kopano-Core + Serverkomponenten, die Kernkomponenten von Kopano, laufen solide (rock stable) und machen bislang überhaupt keine Probleme. (Befinden sich seit über 4 Jahren im Dauerbetrieb).

Z-Push: Verantwortlich für ActiveSync. läuft und läuft und läuft… In den 4 Jahren+, gab es bislang 2x ein Problem mit jeweils einem wiederkehrendem Termin.

Der Kontakt zu den Entwicklern und zur Community

Durch die Community, hat man direkten Kontakt zu Kopanoanwendern und auch zu den Entwicklern. Im Forum, kann vieles diskutiert werden. (https://forum.kopano.io/)

Die „Devs“ sind sehr bemüht, auf Useranfragen zu antworten und auf Wünsche einzugehen.

Im Rahmen der Forendiskussionen, werden auch entsprechende Tickets (Bugmeldungen, Feature requests etc.) durch die Entwickler eröffnet.  (https://jira.kopano.io/secure/Dashboard.jspa)

Dies kann -sofern eine entsprechende Subscription vorhanden ist – natürlich auch durch den Anwender direkt erfolgen. (https://portal.kopano.com/)

Editions

Neben der „Bezahlversion“ (subscription Modell) von Kopano gibt es auch noch Entwicklungssnapshots = nightly builds (kostenlos),  (https://download.kopano.io/community/).

Unter gewissen Umständen, kann auch auf die Contributor-Edition zurückgegriffen werden: https://forum.kopano.io/topic/580/announcing-the-kopano-contributor-edition

Fazit

Es lohnt sich, über den Tellerrand zu schauen. Kopano stellt, meiner Meinung nach, eine ernst zu nehmende Alternative zu den bekannten MS Produkten dar. Sofern also die bestehende IT-Infrastruktur nicht zu stark mit MS Outlook verwoben ist, muss man fast einen Blick (oder sogar mehr) riskieren. 🙂

Battlefield 5 – Meine ganz persönliche Apokalypse ;-)

Ein kurzes Statement

Wunderbare Grafik, tolle Atmosphäre, schöne große Karten, detailverliebt, viele verschiedene Spielmodi, ein Singleplayer, der zwar oft kritisiert wird, aber wohl eher als „Einführung“ zu sehen ist. Ja, es könnte alles so schön sein…

Aber…

Folgende Zeilen sind mein rein subjektives Empfinden, denn es gibt offenbar richtig gute Spieler in dem Game, die damit keine Probleme haben! Ich erwähne dies nur deshalb, weil ich es vermeiden will, dass mich battlefieldaffine Gamer verbal plätten. 😉

Für mich gilt

Kommend aus Zeiten von BF3, bin ich mit BF 5 total überfordert. Was hat sich geändert? Feinde werden nicht mehr in gewohnter Art und Weise gespottet und markiert. Das Szenario ist ein anderes. Nun, das ist es aber nicht!

High Speed Shooter – Ernüchterung Teil 1

Es ist die extrem hohe Spielgeschwindigkeit, die mich ab und zu glauben lässt, dass die Feinde gleich zu Beginn einer Runde aus allen Richtungen auf mich zukommen. Oft beschleicht mich das Gefühl, von Anfang an umzingelt zu sein.

Dies zeigt sich dann in der Form, dass ich in das Spiel „spawne“ und kurze Zeit später geplättet werde. Egal, wie ich es anlege… ob mit dem Team, im Schleichmodus, vermeintlich versteckt, in Hochgeschwindigkeits –  „ich springe in der Gegend herum, wie eine Gazelle“ – Modus. Absolut keine Chance…

Noch bevor ich in den Zoommode schalte, um einzuzielen, bin ich auch schon wieder in der „Horizontalen“.  Verzichte ich darauf, gelingt es mir meistens, schön rund um den Opponenten herumzuschießen.

Muss man auch erstmal schaffen, ist aber nicht Ziel dieses Games!

Andererseits, könnte es gut sein, dass ich vielleicht wattepauschähnliche Wohlfühlproppen in Richtung Gegner befördere und damit als Faserschmeichler in die BF-Historie eingehe?

Ich weiß es nicht!

Übrigens… der Gegner braucht im Gegenzug eine halbe Kugel, um mich kampfunfähig zu machen!

Vielleicht aber, wirft er mir auch einfach nur einen bösen Blick zu und ich falle… Rein von der Geschwindigkeit, in der dies passiert, sobald ich einer, mir feindlich gesinnten Person über den Weg laufe, könnte dies tatsächlich auch der Fall sein.

Ein bisschen mehr Taktik und ein bisschen weniger Shooter (Entschleunigung) wäre da schön.

Counterstrike mit gepimpter Grafik?!

Ernüchterung – Teil 2!

Zählte ich mich zumindest bis Battlefield 3 zu den – sagen wir – nahezu mittelmäßigen Spielern, die wirklich viele Stunden mit dem Spiel verbracht haben, bin ich nach wenigen Stunden des Spielens von Battlefield 5 total ernüchtert.

Die Spielgeschwindigkeit ist für mich absolut niederschmetternd. In keiner einzigen Runde, konnte ich ein halbwegs gutes Ergebnis erzielen. Die meiste Zeit wartete ich auf den Respawn.

Fazit

Ich muss mir offenbar eingestehen, dass der (nun doch schon etwas ältere) Schuster wohl lieber bei seinen Leisten bleiben sollte. Wenn schon gegambelt wird, dann doch eher: Flugsimulatoren, entschleunigte Taktikgames – flankiert von Clubsoda! 😛

Die Bits und Bytes von BF5 werden zukünftig wohl eher nur Plattenplatz verbrauchen.

Zumindest solange, bis der Frühling kommt. Da gibts dann nämlich Frühjahrsputz!

PS: All das, soll nicht heißen, dass BF 5 schlecht ist! Es ist nur absolut nichts (mehr) für mich und ich überlasse es gerne der „jüngeren Generation“ ;-).

Kopano – Nach Aktualisierung auf Deskapp 2.0 leerer Ausdruck

Nach dem Upgrade auf die DeskApp 2.0, kann es vorkommen, dass die Druckvorschau bzw. die Ausdrucke nur eine leere Seite zum Vorschein bringen. Dieses Problem lässt sich in der Regel leicht lösen, denn es liegt zumeist an einer veralteten Version der Webapp!

Die Druckvorschau, sieht dann so aus:

 

Am Kopanoserver ist in diesem Fall bitte die Webapp in Version 3.4.24 zu installieren.

Achtung, bitte nicht vergessen, den Webserver neu zu starten 😉

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