Windows 10 Preview, News und Installation

Microsoft wird demnächst Windows 10 freigeben. Genau genommen am 29. Juli 2015. Obwohl ich schon länger beim „Windows Insider Programm“ angemeldet bin, habe ich erst jetzt der Neugierde nachgegeben. Einerseits könnte ich „10“ auch in die VM bannen, andererseits -dachte ich- führt mein relativ junges Asusnotebook ein ruhiges Leben. Zu ruhig!

Nach dem Erstellen eines Festplattenimages (vielleicht will ich ja wieder zurück auf das installierte Windows 8.1) und dem Brennen des Windows 10 ISO auf eine DVD, geht es auch schon los.

Zuerst mal von 0 weg

Windows 10 kann als Upgrade für bestehende 7er und 8er Versionen verwenden werden, es kann aber auch eine Neuinstallation durchgeführt werden. Erwähnte Neuinstallation interessiert mich nun beim ersten Anlauf. Welche Treiber „holt“ sich Windows 10 automatisch? Wie sieht es mit der Treiberunterstützung meines ASUS X555L aus?

Die Installation verläuft gewohnt unspektakulär. Möglichst wenig Benutzerinteraktion, gepaart mit sehr geringem Zeitaufwand. Nach wenigen Minuten begrüßt mich der Desktop mit dem „neuen“ Startmenü. Das Menü selbst ist eine Kombination des Windows 7 + Windows 8 Stils (klassisch + Kacheln). Gefällt mir ganz gut.

Schade nur, dass MS diesen Schritt nicht schon bei Windows 8 vollzogen hat. Bereits damals wäre für mich der einzig logische Schritt gewesen, dem Anwender die Wahl zwischen „Classic“ und „New UI“ zu geben bzw. -je nach Endgerät- eine Tabletversion / eine Desktop-PC-Version zur Verfügung zu stellen. Aber gut, dem war nicht so…

Out of the box Treibersupport

Wie es scheint, habe ich nach der Installation jedenfalls eine WLAN Verbindung, die zur Verfügung steht und auch Soundausgabe. Ein Verbindungsversuch mit dem WLAN Router verläuft erfolgreich. Der Blick in den Gerätemanager ist dann doch etwas ernüchternd. Bis auf das WLAN + Sound wurde nichts Essentielles erkannt. Gut, bislang stand ja auch keine Internetverbindung zur Verfügung.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich lasse per Gerätemanager über das Internet nach Treibersoftware suchen. Fündig wird das System nur bei der Nvidiagrafikkarte. Damit bin ich nun zwar „im Bilde“, dennoch schlage ich den konventionellen Weg ein und hole mir von der Asusseite die -für das Notebook aktuellsten- Windows 8.1 Treiber…

Beginnen wir doch mit dem Chipsetdriverpaket… Zack… Bluescreen…

…hm… naja 1x probier ichs noch … Bluescreen…

Ein Blick auf die Uhr 00:35 lässt mich die Segel streichen.

Ich bin mir relativ sicher, dass ich – hätte ich mehr Zeit in die Neuinstallation gesteckt – ein läuffähiges (komplett installiertes System) erhalten hätte. Dennoch möchte ich mich im Folgenden dem Upgrade widmen.

Versuchen wirs mit dem Upgrade von Windows 8.1

Dank meines Imagingtools kann ich die Originalinstallation (Windows 8.1) innerhalb von relativ kurzer Zeit wiederherstellen. Direkt aus Windows 8.1 heraus, starte ich anschließend das Setup.exe von der Windows 10 DVD. (Upgrade unter Beibehaltung aller Daten).

Wie auch bei der Neuinstallation, macht das System fast alles im Alleingang. Der Upgradevorgang dauert (logisch) um etliches länger wie die Neuinstallation.

10

 Ich kann an dieser Stelle eigentlich gar nichts Spektakuläres berichten. Die Festplatte rattert, die Prozentanzeige nähert sich irgendwann dann doch der 100% Marke… Am Schluss habe ich ein Asus X555L komplett fertig installiert, wobei alle Treiber von der 8.1 Installation übernommen wurden.

Interessant finde ich ausserdem, dass es wohl eine Art „rolling release“ (Windows Insider) und eine „stable“ Version geben wird…

Kommt mir ja von Debianseite her sehr bekannt vor (testing/stable). :-)

Neue DHL Malware per Email unterwegs

Paketbenachrichtigungen sind eine praktische Sache, keine Frage. Dumm wird es nur, wenn man eigentlich nichts bestellt hat und dennoch eine Info über den Zustellungsstatus eines vermeintlichen Paketes erhält.

In so einem Fall, kann man zu 100% annehmen, dass es sich um Malware handelt.

Zur Zweit schwirrt wieder eine hohe Anzahl von FAKE-DHL Mails durchs Netz. Waren es Anfangs noch Emails mit ZIP-Anhang, ist man jetzt dazu übergegangen, eine offenbar nicht infizierte PDF Datei als Anhang zu senden. In dieser PDF Datei wiederum befindet sich ein Link, der auf eine Seite mit Malware (genaugenommen einem ZIP-Download) zeigt.

Ladet man sich das File herunter und öffnet es, hat man vermutlich ein Problem. Die Malware die man sich mit dem Öffnen der Datei einfängt, wird nämlich nicht von allen Virenkillern erkannt.

Der Inhalt des PDF sieht wie folgend aus und kann vermutlich variieren:

dhlVorgangsweise beim Erhalt derlei Emails

Die grauen Zellen bemühen! Hat man nichts bestellt, bekommt man keine Benachrichtigungen! Ich bin mir nicht mal sicher, ob DHL überhaupt per Email über den Status einer Lieferung informiert.

Jedenfalls sollten solche Emails SOFORT und UNGEÖFFNET gelöscht werden, dann erspart man sich so einigen Wirbel.

Ein paar Gedanken zu Joomlamigrationen (aktuell von 2.5.x auf Version 3.4.x)

Egal, wie man denn nun auf die neue Version von J! kommen will – an aller erster Stelle steht ein komplettes Backup der Files (z.b. Download der GESAMTEN Verzeichnisstruktur der J! Installation vom Webserver per FTP) und natürlich ein Backup der verwendeten J!-Datenbank.

Für das Datenbankbackup ziehe ich immer phpmyadmin heran.

Hat man das Backup ordnungsgemäß „gezogen“, kann man sich im nächsten Schritt überlegen, wie man denn die Migration angehen will. J! bietet eine Migrationsanleitung an. Ist der verwendete Webspace entsprechend konfiguriert, funktioniert das wohl auch recht gut. Leider jedoch, gibt es immer noch Konfigurationen – ja ich  spreche auch die Hoster an – die ein derart einfaches Upgrade bzw. eine einfache Migration nicht zulassen.

Da kann man sich dann auch die -sagen wir- „One-klick-Migration“ getrost in die Haare schmieren. Ja, es könnte sogar passieren, dass man sich Letztere rauft, wenn man mit einem Frontend „Weißer Adler auf weißem Grund“  konfrontiert wird…

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn der Webspace nicht mitspielt, ist es meiner Erfahrung nach ein Martyrium J! wieder in die Gänge zu bekommen. (Vor allem, wenn man keinen Zugriff auf die Logdateien des Webserver hat!).

Einige Varianten

Natürlich sollte man zuerst die Hinweise der Migrationsanleitung beachten, diverse inkompatible Plugins etc. abschalten und checken, ob denn das Template überhaupt kompatibel ist. Danach wären folgende Varianten möglich:

  • Per Backend – Komponenten Joomlaaktualisierung: Wenn es klappt, die schönste Lösung (meiner Meinung nach).
  • Per Erweiterungen installieren: Man ladet sich das entsprechende Update/Upgradepaket herunter und uploaded es dann per „Erweiterungen – Erweiterungen – Paket hochladen“ hoch. (Scheitert oft an diversen Limits der PHP Konfiguration)
  • Per Erweiterungen aus Verzeichnis installieren: (Empfohlene Methode, wenn alles oben stehende scheitert): Lokales entpacken des J! Update Paketes – Hochladen in den tmp Ordner und Aufruf per Erweiterungen – Erweiterungen – Aus Verzeichnis installieren – Angeben des tmp Ordner.
  • Per FTP (nicht empfohlen): Man ladet sich das Upgradepaket herunter, entpackt es lokal und spielt es per FTP über die Joomlainstallation am Webserver. (wobei man bestehende Dateien überschreibt). Dies ist allerdings KEINE EMPFOHLENE VARIANTE MEHR… NEIN, sie ist verpönt! Dennoch bleibt Webhoster geplagten Webmastern oft kein anderer Weg…

Auswirkungen „per FTP“

Wenn man wirklich auf das letzte Mittel – dem Upload per FTP – zurückgreifen muss, hat dies natürlich auch entsprechende Auswirkungen auf die Installation. Die gravierenste ist meiner Meinung nach die, dass Dateileichen nicht entfernt werden. Hierfür ist ein Skript mit Namen script.php zuständig (administrator/components/com_admin/script.php), dass allerdings beim Upgrade/Update per FTP nicht aufgerufen wird…

Allein innerhalb der Version 3.x bis 3.4.1 gibt es unzählige Dateien und Ordner die eigentlich entfernt werden müssten.

Es verhält sich zwar so, dass die Dateien nicht direkt aufgerufen werden können – es macht also quasi nichts, wenn sie „liegen bleiben“ – schön ist es allerdings nicht. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, wie es hier bezogen auf die Sicherheit aussieht. Meine Meinung wäre allerdings: All das was nicht benötigt wird, hat auf dem Webspace nichts verloren.

Gerade deshalb wäre es wirklich eine gute Idee, seitens J! eine Bereinigungsfunktion (im Backend) anzubieten.

Bislang ist das jedoch eine ganz klare Fehlanzeige… leider… schade…

 

 

11 Tage? — das kann doch nur ein Scherz sein?

Ich glaubte meinen Augen nicht mehr trauen zu können, als ich heute (ja ich weiß, etwas verspätet) gelesen habe, dass es da draussen einen Künstler gibt, der eine unschuldige / harmlose Laborratte per Livestream ins Internet stellt und diese am 25. März 2015 zum Abschuss freigibt. …und die Seite ist immer noch online… Wie kann es sein, dass soetwas erlaubt ist?

Die ganze Aktion soll wachrütteln und auf die tägliche Überwachung hinweisen, die heutzutage jeden einzelnen treffen kann und eigentlich ja schon trifft. Primär geht es dem Künstler wohl um den Einsatz von Drohnen, denn Zitat: „Drohnen senken die Angriffsschwelle“.

Niemand weiß, was am 25. März 2015 wirklich passiert. Ich bin mir jedoch sicher, dass es da draussen Leute gibt, die ohne zu zögern abdrücken würden und werden… und zwar ganz einfach „just for fun“…

Für so eine Aktion ein Lebewesen zu opfern … mir fehlen die Worte!

Insgeheim hoffe ich, dass der Künstler wirklich nur aufrütteln will und es NICHT zum großen Showdown kommt… Ich will nicht glauben, dass wir in dieser Gesellschaft schon so weit (herunter)gekommen sind…

Schließen möchte ich mit einem Zitat von Arthur Schopenhauer:

„Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein“

 

 

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