Exception 3550

Einleitung

…aufgeschreckt durch das schrille – elektronisch erzeugte – Geklingel seines “ferngesteuerten” Smartphoneimplantats, springt Bit auf.  Das darf ja nicht wahr sein, flucht er! Hatte er sich doch erst vor wenigen Stunden hinlegen dürfen, um seinem ausgelauten Körper etwas Ruhe zu gönnen.

Ruhe in Form eines chemisch herbeigeführten “Ruhemodus”, der natürlich jederzeit unterbrochen werden kann. Natürlich nicht von Bit “gesteuert”, sondern -wie soll es anders sein – kontrolliert von seinem Brötchengeber.

Normalen Schlaf, wie man ihn aus vergangenen Jahrhunderten  durch Überlieferungen kennt, gibt es nicht mehr. Zu massiv ist der alles durchdringende Elektrosmog, der es den verbliebenen Lebewesen unmöglich macht, einen  normalen Tag/Nacht Rhythmus zu “erleben”.  Als ob das noch nicht genug wäre, lebt man aufgrund der vernichteten Atmosphäre in viel zu engen – gewächshausähnlichen – Konstrukten, die in Form einer Stadt miteinander verbunden sind.

Eine Verbindung zwischen den einzelnen Städten gibt es nicht – zu hoch der Aufwand, zu gering die noch vorhandenen Resourcen.

In den wenigen Minuten, in denen Bit darüber nachdenken darf, wie schön es damals gewesen sein musste, als man sich noch frei bewegen konnte, relativ saubere Luft atmete und die “Herrschaft über sich selbst” inne hatte, stellt er auch fest, dass er nicht verstehen kann, wie es soweit kommen konnte.

Freilich bleibt für solche Ausflüge in die Vergangenheit kaum Zeit, was ihm just in diesem Moment sonnenklar wird. Der “Reminder” in Form eines, für angemessen gehaltenen, elektrischen Impulses erinnert ihn daran, dass er doch bitte in die Gänge kommen soll.

Schließlich gilt es das alles beherrschende und unverzichtbare Kommunikationsnetzwerk, das die einzige Verbindung zwischen den Städten ist,  aufrecht zu erhalten.  Für Fehler ist kein Spielraum!

…to be continued…
…Fortsetzung folgt…

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