Wissenswertes zu Opensourcesoftware und IT
Linux
Erfahrungen rund um Linux
Linux Mint KDE 4.2.4 -> KDE 4.3 Upgrade
10. Aug
Grundinstallation
Aus Interesse habe ich mir auf eine noch leere Partition meiner Festplatte Linux Mint – KDE 4.2.4 installiert. Danach begab ich mich auf Recherche, ob es denn möglich ist, auf die neueste KDE Version 4.3 zu aktualisieren. Erste Anlaufstelle war http://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?f=109&p=176948. Dort haben einige Mintuser versucht, ein Upgrade durchzuführen.
Unterschiedliches Feedback
Einige berichteten von Problemen: KDE funktionierte nicht mehr, oder aber es gab Probleme mit der Darstellung des Desktop, welcher erst nach nach der Neukonfiguration wieder verwendbar wurde.
Auf los gehts los!
Grund genug also, das selbst mal zu testen.
Basierend auf obigem Link habe ich folgendes gemacht.
- Installation von Linux Mint KDE 4.2.4
- Bearbeiten der Datei /etc/apt/sources.list (mit beliebigem Texteditor), am Ende folgende Repositories hinzufügen
- deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu jaunty main
- deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/staging/ubuntu jaunty main
- Mit dem folgenden Befehl den Key der Server hinzufügen: sudo apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys 8AC93F7A
- apt-get update
- apt-get dist-upgrade
Nun sollte der Download etlicher Pakete starten. Ich habe das bei laufendem KDE Desktop gemacht. (Keine Probleme dabei). Nach dem Abschluß und der automatischen Konfiguration der Pakete (sämtliche Abfragen wurden mit den vorgegebenen Werten bestätigt) tippte ich schließlich: shutdown -r now was einen Neustart auslöst.
Auf alles gefasst musste ich feststellen, dass KDE 4.3 ohne Probleme startet und auch der Desktop erscheint.
Der Bootvorgang verläuft sehr zügig. Nun werd ich mich mal den Interna widmen. Ich bin überzeugt davon, dass das KDE-Team hervorragende Arbeit geleistet hat.
Treibersache
10. Aug
“Geht ja unter Linux nicht… typisch Linux”
…hab ich vor wenigen Tagen aus dem Mund eines IT-Kollegen gehört. Nun, genau solche Aussagen verursachen bei mir ein gewisses innerliches Bedürfnis, in rettender Art und Weise -pro Linux- verbal (nach aussen) aktiv zu werden.
Ich mag es einfach nicht, wenn Leute behaupten, dass Linux (bzw. Linuxdistris) mist sind, weil die und die Hardware nicht unterstützt wird.
Liebe Leute, es sei hier festgehalten, dass es NICHT die Aufgabe von “Linux” ist, Hardware zu unterstützen, diese möglichst noch automatisch einzubinden und dann noch als funktionstüchtig zu präsentieren!
Genaugenommen sollte es hier eigentlich heißen: “Es ist NICHT die Aufgabe der Linux-/Kerneldeveloper, den Linuxkernel mit diversem Code vollzustopfen (oder eben auch Module mitzuliefern), damit “Hardware XY” auch unter Linux läuft.
Dank der Entwicker wird heutzutage bereits einge große Masse an Hardware out-of-the-box erkannt, ohne auf die eigentlichen Hardwareherstellerfirmen zurückgreifen zu müssen.
Wieso?
…frage ich mich, wird in diversen Hardwaresparten Linux noch immer mehr als stiefkindlich behandelt? Ist es der (noch) geringe Marktanteil bezogen auf den Desktopbereich, oder kommt der Druck woanders her?
Vielleicht scheut man ja auch die zusätzlichen Entwicklungskosten für einen Linuxtreiber? Ich bin kein Entwickler und kann deshalb nicht wirklich beurteilen, wieviel Aufwand es wäre, für Hardware XY zusätzlich einen Linuxtreiber mitzuliefern.
Wieso schafft es dann aber Nvidia, Intel, AMD/ATI…?
Abbildung oben (Tuz): Durch Klick auf das Bild erhält man weitere Infos, was es mit TUX/TUZ auf sich hat.
Zitat-Wikipedia: “Durch diesen vorübergehenden Austausch des Maskottchens (es wurde TUX durch TUZ ersetzt) soll Aufmerksamkeit auf den ausschließlich auf Tasmanien lebenden Beutelteufel gelenkt werden, dessen natürlicher Fortbestand durch die Krankheit Devil Facial Tumour Disease (DFTD) bedroht ist.”
Linux Mint “Gloria”
12. Jun
Distrohopping – Linux Mint (www.linuxmint.com)
…wird anscheinend bei mir langsam aber sicher zum Sport. Zugegeben, ich bin immer debianlastig unterweges (ist halt auch ein sehr solider und durchdachter Unterbau).
Nun, vorgestern – im Zuge meiner Streifzüge durch das Netz- bin ich auf Screenshots der Distribution Linux Mint gestoßen.
Meine ersten Gedanken waren: “Der Desktop schaut irgendwie “edel” aus und ist nicht überladen. Grund genug also, die ISO Datei herunterzuladen und einen Testlauf zu starten.
Nebenbei sei erwähnt, dass es sich bei Linux Mint um ein Ubuntuderivat handelt. Das heißt soviel, dass die Paketquellen von Ubuntu stammen und zusätzliche Pakete (Mintpakete / Programme) zur Verfügung gestellt werden.
Die ISO-Datei passt auf eine CD, die man wie bei (K)Ubuntu einerseits als LIVE CD starten kann, andererseits jedoch auch gleich eine Installation ermöglicht.
Zur Installation gibt es nur soviel zu erwähnen: Siehe Ubuntu – nach wenigen Klicks ist man am Ziel.
Und was ist jetzt anders?
Kurz gesagt, Mint macht alles noch einfacher. Restricted Pakete (wie zB. der Nvidia Treiber) werden auf Knopfdruck heruntergeladen und installiert, ebenso verhält es sich auch mit Druckern. Nach Anschluß des Gerätes erscheint ein Popup-Fenster, indem darauf hingewiesen wird, dass neue Hardware gefunden wurde. Ein weiteres Popup verlangt das Rootpasswort und schon startet der Download und die Installation des notwendigen Treiber von selbst.
Im Kontrollzentrum finden sich ausserdem etliche Administrationshilfen (zb. für den Ndiswrapper).
Desktop
Als Desktop wird Gnome eingesetzt, wobei die Gnomeleiste nicht zum Einsatz kommt. Stattdessen gibt es ein eigens in Python programmiertes “Menü”, das mehr oder weniger an Windows Vista erinnert.
Es sollen auch Anleihen am SLED genommen worden sein.
Obwohl ich eigentlich eher der KDE-Typ bin, gefällt mir der Desktop sehr gut!
Installparty
Weg von der Theorie und hin zur Praxis. Von der Live-CD zur wirkichen Installation. Aufgrund des gestern doch sehr schlechten Wetters, habe ich Linux Mint auf insgesamt 4 Rechnern installiert:
- 2x Stand-PC
- 1x Fujitsu Siemens Notebook (mit Netgear WG111-USB Wlan-Stick)
- 1x Dell Vostro 1000 (mit Broadcom Wlan)
Alle Installationen liefen absolut problemlos. Bis auf das Einrichten des Accesspoints (Angabe von SID und WPA2 Passwort) und das starten der automatischen Installation des Treibers für die NVIDIA Grafikkarten, war nichts zutun!
Fazit
Alles in allem haben die Mintentwickler eine wirklich Superdistribution erstellt. Es wurde genau dort “geschraubt” wo so mancher Neueinsteiger meist aussteigt. Die Mintadmintools machen auf jeden Fall Sinn.
Es soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass der “Motor” unter Mint und auch (K)ubuntu immer noch Debian GNU/LINUX ist. Von daher muss man auch allen Debianentwicklern gratulieren, die mit Debian Lenny einen weiteren Meilenstein in Sachen Stabilität und Verlässlichkeit gesetzt haben.
Ohne das “Original” wäre all das wohl nicht möglich!
Ebenso sollten die Kerneldeveloper nicht vergessen werden, die u.a. dafür sorgen, dass verschiedenste Hardware “out-of-the-box” erkannt wird!
Kurzum: Teamwork rules!
Ubuntu One die zweite
26. Mai
Warten…
Grade eben ist mir wieder eingefallen, dass ich mich ja vor einiger Zeit für Ubuntu One registriert habe. Hatte ich total vergessen und hab auch das bei der Registrierung angegebene Mailkonto bislang nicht mehr gecheckt.
Also hab ich das soeben nachgeholt und siehe da – ich hab rein gar nichts versäumt. Keine Einladung zu Ubuntu One.
Dauert doch länger als ich mir gedacht habe. Naja macht ja nix, vielleicht wirds ja erst nach der Betaphase was…

